{"id":987511260,"date":"2019-12-05T17:25:38","date_gmt":"2019-12-05T17:25:38","guid":{"rendered":"https:\/\/beer-styles.ebcu.org\/industrie-versus-handwerk\/"},"modified":"2025-08-24T10:03:57","modified_gmt":"2025-08-24T10:03:57","slug":"industrie-versus-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/beer-styles.ebcu.org\/de\/industrie-versus-handwerk\/","title":{"rendered":"Industrie versus Handwerk"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_padding=&#8220;||179px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Seit jeher sind Brauer gefangen zwischen zwei widerspr\u00fcchlichen Anforderungen: Bier muss gut genug sein, um es zu genie\u00dfen, und g\u00fcnstig genug, um es sich leisten zu k\u00f6nnen. Handwerksbrauer konzentrieren sich auf Ersteres, Industriebrauer auf Letzteres.  <\/p>\n<p>In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts begann sich eine Spaltung zwischen zwei verschiedenen Brauereitypen abzuzeichnen. Gro\u00dfe, finanzorientierte Unternehmen konzentrierten sich auf \u201eindustrielle\u201c Produktionsmethoden, um Kosten zu senken und die Qualit\u00e4t so wenig wie m\u00f6glich zu beeintr\u00e4chtigen. W\u00e4hrenddessen stellten andere, meist kleinere Brauereien, weiterhin Biere mit vollerem Geschmack und mehr Eigenst\u00e4ndigkeit her, indem sie traditionellere Methoden verwendeten.   <\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten 1960er Jahren in Nordfrankreich und S\u00fcdbelgien begannen einige kleine Brauer, den Begriff <em>bi\u00e8re artisanale<\/em> zu verwenden, um ihre lokal gebrauten Ales von den massenproduzierten Lagerbieren zu unterscheiden, die ihre M\u00e4rkte in der Nachkriegszeit \u00fcberschwemmt hatten. Der legend\u00e4re Bierautor Michael Jackson \u00fcbersetzte dies sp\u00e4ter ins Englische als \u201eCraft\u201c-Bier.  <\/p>\n<p>Die Brautechnologie hat sich seit der Antike ununterbrochen verbessert, doch die umfassende Industrialisierung der Bierherstellung in Europa begann erst in den 1930er Jahren, wobei neue Gesch\u00e4ftsmodelle, die Gewinne \u00fcber Qualit\u00e4t stellten, in den 1950er Jahren aufkamen.<\/p>\n<p>Unter den Verbrauchern begann das wiedererwachte Interesse an komplexeren, vollmundigeren Bieren, die heutzutage verschiedentlich als \u201eCraft\u201c, \u201etraditionell\u201c, \u201eHeritage\u201c oder \u201espeziell\u201c bezeichnet werden, in den 1970er Jahren, bl\u00fchte aber erst nach dem Aufkommen des Internets und der sozialen Medien richtig auf.<\/p>\n<p>Vor der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 erkannten Industriebrauer in Europa, dass sie die Handwerksbrauer brauchten, damit Bier seinen Platz auf dem Markt f\u00fcr alkoholische Getr\u00e4nke behaupten konnte, da diese das Bier interessanter machten. Umgekehrt brauchten die Handwerksbrauer die gro\u00dfen Brauer, da diese die M\u00e4rkte kontrollierten. <\/p>\n<p>In der Post-COVID-\u00c4ra m\u00fcssen die Regeln noch festgelegt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit jeher sind Brauer gefangen zwischen zwei widerspr\u00fcchlichen Anforderungen: Bier muss gut genug sein, um es zu genie\u00dfen, und g\u00fcnstig genug, um es sich leisten zu k\u00f6nnen. 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