Biere haben viele Zwecke. Einige sind zum Zechen mit Freunden in einer Bar gedacht, während man sich dem ernsten Geschäft der Unterhaltung widmet. Manche sind für sich genommen kleine Kunstwerke. Andere sollten genippt werden, um das Denken zu unterstützen.
Die meisten Weine enthalten zwischen 9,5 % und 14 % Alkohol nach Volumen (ABV), was die natürliche Süße des Traubensafts widerspiegelt. Die Süße der von Brauern vergorenen Würze ist weitaus flexibler, was die Kreation schmackhafter Biere in einer viel größeren Bandbreite an Stärken, Farben und Eigenschaften ermöglicht. Tatsächlich ist es möglich, beeindruckend geschmackvolle Biere in jeder Stärke von 3 % bis 14 % ABV zu finden, einige wenige auch jenseits dieser Grenzen. Selbst unter den neuen alkoholarme (<0,5 % ABV) Bieren zeigen einige vielversprechende Ansätze.
Die Bierklassifizierungssysteme, die von Brauern oder den Organisatoren von Bierwettbewerben verwendet werden, erkennen stets die Bedeutung der Bierstärke an, entweder numerische Regeln wie Alkoholprozentsatz oder Stammwürze verwendend, oder aber lockerere Konzepte wie „„gewöhnlich““, „„best““, „„speziell““, „„stark““ und so weiter.
Aus Verbrauchersicht, abgesehen von alkoholarme Bieren, gibt es drei Hauptstärken von Bier, die wir als „„Session““, „„Sampling““ und „„Sipping““ bezeichnen, basierend auf der Rolle des Bieres beim geselligen Trinken.
Seit einigen Jahren werden leichtere Mainstream-Biersorten zunehmend als „„Session““-Biere bekannt. Typischerweise liegen diese zwischen 4,0 % und 5,5 % ABV, obwohl in Ländern mit ungewöhnlich hohen Biersteuern, wie dem Vereinigten Königreich, Irland und dem größten Teil Skandinaviens, die Untergrenze nur 2,8 % ABV betragen kann.
Anfänglich hauptsächlich in Belgien, aber sich auf die Niederlande, Italien und Skandinavien ausbreitend und jetzt in ganz Europa, gab es eine Rückkehr zum Brauen stärkerer Ales (5,5-9,0 % ABV), typischerweise in Flaschen oder Dosen, oft mit lebender Hefe, zum langsamen Probieren und manchmal zum Teilen mit dem Rest des Tisches.
Viele Länder zeigen auch ein wachsendes Interesse an verschiedenen Bierstilen, die vollere Aromen aufweisen, vergleichbar mit Weinen (8 % ABV und mehr). Oft in kleineren Mengen (15-33 cl) serviert und ausschließlich zum Nippen gedacht, handelt es sich dabei entweder um wiederbelebte Stile oder um Beispiele eines leichteren Stils, der intensiviert wurde.





