Belgien ist zu Recht weltweit für seine Bierkultur berühmt und hat sich 2016 einen Platz auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit verdient. Die vielen Bierstile des Landes spiegeln die Meisterschaft seiner Brauer im Umgang mit Hefe, allen Getreidesorten und sogar dem sorgfältigen Einsatz von Gewürzen wider, um Biere aller Stärken und Varietäten herzustellen.
Siehe auch: Flämisch Rot (Oud Bruin), Belgische Saison
Belgisch Blond
Belgische Blond-Ales sind eine recht junge Entwicklung, die Anfang der 1990er Jahre aufkamen. Sie haben in der Regel einen Alkoholgehalt von etwa 5,5-7,0 Vol.-%, ihr Charakter variiert von intensiv würzig bis ausgewogen und zart. Die meisten werden durch Flaschennachgärung veredelt. Sie entstanden tatsächlich nach den sogenannten „„Belgian-style““-Bieren, die amerikanische Hobbybrauer bereits in den 1980er Jahren zu brauen begonnen hatten, indem sie die würzige Natur einiger belgischer Bierimporte nachahmten, dies aber durch die Verwendung spezifischer Hefestämme erreichten. Keiner dieser Biertypen besitzt viel historische Authentizität, aber im Laufe der Zeit hat sich eine interessante Kreuzbestäubung ergeben, bei der viele belgische Brauer nun in einigen Fällen dieselben Hefestämme verwenden, um das direkte Würzen ihrer Biere zu ersetzen.
Dubbel (oder Doppel)
Erwarten Sie reiche Malzaromen, etwas Fruchtigkeit und/oder Schokolade, Karamell und ein paar gutmütige Phenole in diesem braunen Bier (6,3-7,5 Vol.-% Alkohol), das am besten flaschengereift genossen wird. Der Begriff impliziert, dass die doppelte Menge Malz in der Maische verwendet wird, obwohl in der Praxis 50 % mehr realistischer sind. Dieser Stil ähnelt Bieren aus anderen Teilen Europas, wie dem britischen Double Brown und italienischen „„Doppio Malto““-Bieren.





